Die Bestimmung von Anionen oder Kationen in polaren organischen Lösungsmitteln oder anderen aggressiven Matrizes stellt eine analytische Herausforderung dar. Solche Proben können die Säule beschädigen oder die Chromatogramme in einer Weise beinträchtigen, dass keine Auswertung möglich ist. Dieser Herausforderung kann mit der Inline-Matrixeliminierung begegnet werden.
Die Inline-Matrixeliminierung ist eine Technik, die ohne Probenvorbereitungskartuschen (SPE-Kartuschen) in der Lage ist, ionische Analyten von der ungeladenen Matrix zu trennen. Zusätzlich werden die Gegenionen der Analyten und der Matrix entfernt. Im Gegensatz zur Inline-Dialyse können mit der Inline-Matrixeliminierung auch kleine Matrixmoleküle (beispielsweise Isopropanol, Wasserstoffperoxid oder undissoziierte Borsäure) eliminiert werden.
Inline-Matrixeliminierung auf einen Blick:
- Universelle Probenvorbereitung zur Abtrennung von ungeladener
oder gegensätzlich geladener Matrix während der Probenaufgabe
- Erhöhung der Lebensdauer der Trennsäule
- Ermöglicht Applikationen, die mit direkter Injektion nicht möglich sind
- Alternative zur zeitaufwändigen und kostenintensiven manuellen
Probenvorbereitung mit SPE- Kartuschen
- Ultraspurenanalytik in Kombination mit Inline-Kalibrierung
- Keine Kontaminationsgefahr basierend auf einem bildwertfreiem Liquid Handling
- Geringer Wartungsaufwand
- Kombinierbar mit Inline-Anreicherung und Inline-Neutralisierung
Applikationen mit Inline-Matrixeliminierung:
- Analyse von Anionen oder Kationen im ng/L- bis g/L-Bereich
- Spurenanalytik in polaren Lösungsmitteln, wie Isopropanol, Ethanol, THF
- Spuren- und Ultraspurenanalytik in Extraktionsmitteln
- Qualitätskontrolle in Kraftstoffen, Kraftstoffgemischen und Biokraftstoffen
- Analyse der ionischen Bestandteile in Wasserstoffperoxid
- Qualitätssicherung von Reinstchemikalien
- Ultraspurenanalytik in Proben von Kernkraftwerken und konventionellen Kraftwerken
- Kationenbestimmung in alkoholhaltigen Proben